Dienstag, 24. Februar 2015

Nein Mann! (ich will nicht ja sagen)


Am Anfang habe ich geglaubt, dass es nur einen Unterschied zwischen Jasager und Neinsager gäbe, aus offenbaren Gründe. Eigentlich gab es mehre, und ich habe ein paar im Text aufgeschrieben. Hier diskutiere ich zwei große Unterschiedlichkeiten. Zuerst habe ich gemerkt, dass der Brauch sich verändert hat. Ich konnte es nicht glauben, als die Studenten fragten, "Sollten wir also dem großen Brauch folgen und ihn / In das Tal hinabschleudern?" (Neinsager 93.6-7). Woher ist das gekommen?! Es kommt mir jetzt vor, dass die Taten vom Ende von Jasager einen neuen Brauch gemacht haben. Ein anderes Beispiel ist, als der Lehrer sagte, "... der große Brauch schreibt auch vor, daß man den, / welcher krank wurde, befragt, ob man umkehren soll seinetwegen" (Neinsager 93.26-27). Im Jasager hat er nur gesagt, dass er das für richtig hält. Es gab noch nicht diesen Brauch. Und so hat er den Brauch von Neinsager auch beeinflusst. Der Brauch im Neinsager wurde so eingesetzt wegen der letzten Reise vom Jasager. Wenn man in einer fremden Lage ist, greift er auf alten Bräuchen zurück, weil sie damals erfolgreich gewesen war. Es ist hier interessant, darüber nachzudenken, woher diese Bräuche gekommen sind. Mit diesen Dramen müssen wir uns fragen, ob alte Bräuche immer die besten Lösungen sind. 



Der Knabe im Neinsager hat das wohl gemacht. Er hat "Nein" gesagt, und die Reaktion der Studenten hat mich überrascht. Ich habe gedacht, dass sie auf ihn böse gewesen wären, weil er nicht dem Brauch gemäß geantwortet hat. Dann hätten sie ihn jedenfalls ins Tal zur Strafe geworfen. Aber vielleicht sind deutsche Werke nicht immer so düster und schrecklich. Im Neinsager entdeckt der Knabe, er hat die Freiheit, für sich selber zu sprechen, was den Studenten vernünftig vorkommt. Hier ist es auch interessant - meinte Brecht, ein Jasager (wie der erste Knabe) ist fast so schuldig wie die Frager, weil er nicht für sich selber denkt? Und würde das seinen Tot weniger oder mehr tragisch machen? Auf jeden Fall sind die Studenten einverstanden, dass sie einen neuen Gedanken annehmen sollten. Ich liebe die Phrase "mit offenen Augen" (Neinsager 97.17), als sie zurückgekehrt haben. Dieser symbolische Unterschied von Jasager war mir am stärksten. Wenn man die offenen Augen hat, sieht er die Wahrheit und glaubt er an sie. Aber ich habe die letzten Zeile komisch gefunden: statt des Wortes "schuldiger" hat Brecht "feiger" benutzt. Das klingt so negativ wie der erste. Es scheint, dass er meint, dass keiner mit Gelächter und Schande überschütten wird, wenn alle etwas zusammen machen. Es ist deswegen relativ, und es macht eine Unerträglichkeit leichter, sowohl im Jasager als auch im Neinsager. Vielleicht ist das nicht so schlimm. Im Neinsager aber zeigt Brecht zusätzlich ein anderes Sache: im Leben wird der friedliche und menschliche Weg oft als Feigheit dargestellt. Der Lehrer hat ihn davor gewarnt. Aber weil die Studenten das gewählt haben, was andere Leute "feig" nennen würde, werden sie eigentlich mutiger als alle.


Selten können wir zwei verschiedene Handlungen von einer Geschichte lesen. Obwohl die erste selber spannend war, freut es mich, dass Brecht auch gefragt hatte, "Was, wenn er "Nein" sagt?" Jetzt wissen wir.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Hab eine Katze, nicht einen Kater

Im Laufe der Geschichte wurden Katzen respektiert, geschätzt und gefürchtet. Während der altägyptischen Zeiten wurden sie für ihre Anmut und Agilität verehrt. Zwar sind sie gute Jäger - sie konnten gefährliche Schlangen töten. Für andere Leute sind sie mit der Magie verbinden, und deswegen sind sie gefürchtet. Meiner Meinung nach, sind Katzen schlau, selbstverständig und überall die besten Haustiere.

Obwohl meine Katze ein Haustier ist, hat sie Intelligenz und Neugier. Sie beobachtet die Welt mit scharfen Augen und Ohren. Sie merkt das, wenn eine Spinne um die Ecke kriecht. Wenn wir morgens aufwachen, läuft sie schnell ins Zimmer, bevor wir aufstehen. Sie geht ruhig durch das Haus und springt leicht auf hohen Bücherregale. Die Schnurrhaare sind auch so lang wie die Weite des Körpers, damit sie weiß, ob sie sich in einem kleinen Platz passen kann. Ich habe eine Theorie, dass Katzen gute Physiker wären.

Katzen sind auch individuell und selbständig. Als Haustiere bleiben sie ein wenig wild. Meine Katze erlaubt mir, zum Beispiel, mich um sie zu kümmern, aber sie könnte wahrscheinlich ohne mich leben. Deswegen ist es schöner, dass sie bei mir zu leben wählt (oder vielleicht ist es ihr nur einfacher... schlaue Katze). Auf jeden Fall sind Katzen gute Gesellschafter. Sie haben Charakter, und sie sind oft lustig. Ob du mit ihnen spielen willst, oder du nur chillen möchtest, kannst du dich auf diesen Haustier verlassen. Ein anderer wichtiger Punkt ist, sie schlafen wenigstens 16 Stunden pro Tage - und ist das nicht der Traum? Wir sollten mehr wie Katzen sein. Aber jetzt können wir nur mehre Katzen haben.

(Ich würde auch sagen, dass ich wirklich Lieb für die "in Ohnmacht fallende Ziege" habe. Wenn sie Angst haben, oder wenn sie aufgeregt sind, blockieren die Beine sich und fallen die Ziege als ob "in Ohnmacht." Das finde ich teils traurig, aber teils lustig. Erinnern sie euch ein bisschen an Peter Schlemihl?)


Mittwoch, 11. Februar 2015

Vergil - cecini pascua, rura, duces

Ich weiß nicht, ob ich einen Lieblingsautor habe, weil ich verschiedene Arten von Bücher gerne lese.
Wenn ich die Literatur diskutiere, rede ich häufiger über meine Lieblingsbücher. Ich denke auch lieber an die Gattungen, die ich mag, zum Beispiel die Sachliteratur über Psychologie und Pädagogik, oder die Dramen. Viele Autoren können in gleicher Gattung schreiben, und es ist einerseits mir am interessanteste, ihre verschiedenen Perspektiven zu vergleichen. Andererseits entwickle ich in den meisten Fällen ein größeres Verständnis eines Autors, wenn ich seine Werke und sein Leben gut kenne. Aus diesem Grund würde ich sagen, die römische Dichter, die wir im Gymnasium studiert haben, haben mir sehr gefallen. Und obwohl ich die Geschichte in der Metamorphoses von Ovid Lieb habe, haben wir so viel über Vergil gelernt, dass es schade wäre, wenn ich ihn nicht diskutieren würde.

Publius Vergilius Maro, oder Vergil, ist 70 BC während der Zeit der Republik in Mantua (heutzutage Norditalien) geboren. Er wurde einer der berühmtesten Dichter des Römischen Reiches. Er hat ein bekanntestes Werk war die Aeneis. Diese Epik ist in 12 "Bücher" geteilt, und sie ist in daktylischen Hexameter geschrieben. Die Epik handelt sich um die Geschichte eines Trojanisches, Aeneas, der nach dem trojanischen Krieg nach Italien reisen muss, um ein neues Land anzusiedeln. Nach Krieg, Kampf und Einmischung von den Götter wird Aeneas der Gründer Roms. In die Aeneis stellt Vergil den Kaiser Augustus als der Nachfahrer von Aeneas, was ihm sehr gefallen hat. (Heutzutage gibt es jedoch Gelehrte, die glauben, die Aeneis reflektiert die Reichskritik Vergils, und ich bin auch der Meinung.)

Der Stil Vergils Epik ist ähnlich wie die Epik von griechische Dichter, besonders Homer. Das heißt, er hat die ganze Geschichte nicht selbst gemacht, sondern er schreibt die Legende auf Gedichte. Diese Gedichte werden oft vorgelesen oder aufgeführt, und dann kann man den Rhythmus und die Kraft bemerken. In der Lateinklasse haben wir sie gelesen, zuerst auf Englisch, dann auf Latein. Dieses war eine lohnende Erfahrung, weil man gut aufpassen muss, wenn er in einer fremden Sprache liest. Deswegen könnten wir Vergils Ziele und Meinungen besser verstehen. Es gibt so viele schöne Zitaten (z.B. forsan et haec olim meminisse juvabit), und wir haben eigentlich die erste Strophe auswendig gelernt. Nach wir einen ganzen Jahr mit Vergil verbracht haben, wurde er natürlich mir ein wichtiger Autor.


"Arma virumque cano, Troiae qui primus ab oris
Italiam, fato profugus, Laviniaque venit

litora, multum ille et terris iactatus et alto

vi superum saevae memorem Iunonis ob iram;
multa quoque et bello passus, dum conderet urbem, 
inferretque deos Latio, genus unde Latinum,

Albanique patres, atque altae moenia Romae."

Montag, 9. Februar 2015

Heinrich Böll - das Gewissen der Nation


Heinrich Böll ist ein deutscher Schriftsteller, der während der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg schreibt. Er ist am 21. Dezember 1917 von einer katholische Familie in Köln geboren. Seine Heimatstadt und seine Religion haben große Einflüsse auf viele seiner Schriften. Obwohl er sich weigert, in die Hitlerjugend einzutreten, muss er in der Wehrmacht während des Krieges dienen. Bald nach dem Krieg konzentriert er sich auf deine Schriften.

Böll schreibt viel Belletristik sowohl über die Erfahrungen während des Krieges, als auch über Deutschland nach dem Krieg. Viele Menschen denken nicht gern an den Krieg; sie wollen nur vergessen. Böll sucht aber mit seinen Romane nach der Vergangenheitsbewältigung. Seine Romane sind sozialkritisch, und sie stellen oft Krieg, Religion, und Politik im Frage, gewöhnlich mit zynischen Humor. Billard um halb Zehn ist ein gut bekanntes Werk, das handelt sich um Erinnerungen an die Zeit der Nationalismus. Ansichten eines Clowns ist ein anderer Roman, der die katholische Kirche kritisiert. Viele seine Hauptfiguren sind individualistisch und gegen das Regime und die Autorität.

Wegen seiner "Trümmerlituratur" wird er das sogennantes "Gewissen der Nation." Im Jahr 1972 bekommt er den Nobelpreis für Literatur. Er stirbt am 16. Juli 1985, aber seine Werke werden noch heute gelesen.

Sonntag, 1. Februar 2015

1. USW - Kaffeestunde



Vor zwei Wochen war ich bei der ersten Kaffeestunde des Semesters. Gewöhnlich habe ich eine Laborkonferenz freitags von 14 bis 16 Uhr, aber weil es nur die erste Woche war, konnte ich den Anfang des Semesters mit "Kaffee, Kuchen, und anderen leckeren Sachen" feiern. Jedes Freitag kann ich mich darauf verlassen, dass ich Gebäck und Erdbeeren beim Raum 103 finde. Es erinnert mich häufig, dass es anderes Lebensmittel gibt, außerhalb des Essens, das von den Mensas serviert wird. (Es erinnert mich auch, dass ich vielleicht häufiger meine Essen selbst kochen sollte.)

Aber wer hat die Zeit? Nach nur drei Tage ins Semester sind alle schon vielbeschäftigt. Deswegen war es auch schön, Zeit mit Freunden bei der Kaffeestunde zu verbringen. Es freute mich, dass ich so viele alte Freunde gesehen habe: ein paar Studenten hatte ich letzten Jahr Deutsch 0200 mit; einige lernen auch Deutsch 0400 in diesem Semester; noch andere Freunde haben gerade angefangen, Deutsch zu lernen. Kaffeestunde wird jetzt interessanter, weil wir über mehrere verschiedene Themen reden können. Wir haben diskutiert, zum Beispiel, was wir nächsten Jahr machen, wovon unsere Namen kommen, was wir für Lieblingsfrüchte essen, und warum wir die Wörter für viele Südfrüchte nie gelernt haben. Früher habe ich nur gesagt, "Ich heiße Aida," "Ich studiere Chemie," und "Ich muss jetzt gehen - Tschüss." Aber wir übersetzen nicht mehr nur englische Gespräche, die wir schon geführt haben, ins Deutsch. Statt habe ich etwas ganz Neuer über Freunde auf Deutsch gelernt. Kaffeestunde: kommt für den Kaffee, bleibt für Konversation.