Dienstag, 10. März 2015

Konzerte - Ein Instrument von der Politik

RMK Ausweis
Foto von http://www.spiegel.de/
Die Musik während des dritten Reichs spielte eine große Rolle sowohl als eine Kunstform, als auch auch zur Forderung der Nationalsozialistischen Idealen.

Mit dem Aufstieg von der Nationalsozialismus 1933 kam die sogenannte "Gleichschaltung" Politik, was alle Aspekte der Kultur umfasste und kontrollierte. Joseph Göbbels, der während dieser Zeit bei dem Ministerium für Propaganda und Volksaufklärung arbeitete, leitete die Reichskulturkammer (RKK). Eine Unterabteilung von dieser RKK hieß die Reichsmusikkammer (RMK), deren Verantwortung es war, die Musik im dritten Reich zu kontrollieren. Sie stellte sicher, dass die Kunst und Musik benutzt würden, um die Idealen des NS-Staates zu fördern. Die gute deutsche Musik stand für die Tradition, die Geschichte und die Macht der Heimat. Deshalb musste jeder Musiker der Kammer angehören und an diese Ideen glauben, um weiter zu arbeiten.

Nazielite applaudieren nach einer
Aufführung von der Berliner Philharmoniker
Foto von Besatzungsmacht Musik (Zalfen und Müller)
Für die Musik gab es auch strenge Vorschriften. Ähnlich wie die anderen Aspekte des Alltags wurden die jüdischen Musiker verfolgt und ihre Werke verboten. Musik von jüdischen Komponisten wie Felix Mendelssohn, Gustav Mahler und Giacomo Meyerbeer wurden verworfen, zusätzlich zu anderer Musik, die als "Undeutsch" oder "Nichtarisch" galt. Die Werke von dem österreichischen Komponisten Schoenberg waren zum Beispiel zu neu, radikal und nicht klassisch deutsch. Jazzmusik gehörte auch zur dieser Gruppe entarteten Musik, wegen ihres Einflusses von den südlichen USA.*
Andererseits wurden die klassischen Werke von Mozart, Bach, Beethoven, Brahms und Wagner geschätzt. Diese Komponisten kamen aus einer traditionellen Zeit deutscher Musik. Adolf Hitler hatte Richard Wagner besonders Lieb. Seiner Meinung nach, stand die Musik von Wagner für alles, was er an Deutschland liebte. Eines seiner bekanntesten Werke heißt "Ritt der Walküre." Dieses Stück, dessen erste Takte von vielen Leuten erkannt werden, gehört der zweiten Oper von dem Werk der Ring des Nibelungen an.


Parteitreffen beim Opernhaus (Frankfurt, 1933)
Foto von http://www.ffmhist.de/
Auf diese Weise war die Musik in den Konzerten vom Staat kontrolliert. Das ist nicht zu sagen, dass das NS-Regime gegen Konzerte waren. Im Gegenteil förderten die Nazis die Aufführung der etablierten symphonischen Repertoire, die in formellen bestehenden Konzert- und Opernhäusern gespielt werden sollten. Die Berliner Philharmoniker war ein berühmtes Orchester, das viele Konzerte in Deutschland und im Ausland spielte. Etwas interessanter ist, dass die Orchestermitglieder der Berliner Philharmoniker nicht musste, im Militär dienen. Aus diesem Grund wählten einige, die Politik des NS-Staats mit der Musik zu fördern. Zwar wurden diese Konzerte oft Orte für Parteiveranstaltungen. Diese Konzerte bewiesen es zu der Welt, dass die deutsche Kultur am besten war und sie legte die Idee der Deutschherrschaft ein. Zusätzlich bauten sie das Solidaritätsgefühl und die Gemeinsamkeit unter den Deutschen auf. Das Ziel dieser nationalistischen Veranstaltungen war, die Leute stolz auf Deutschland zu machen. Trotz der Zensur blieben die Musik und die Konzerte auch ein wichtiger Teil für viele Leute, auch wenn sie Opfer des NS-Regimes waren. Marcel Reich-Ranicki, ein polnischer Musikfreund, erinnerte sich an die Konzerte im Ghetto, die klassische deutsche Musik auch spielten. Er erwähnte die Wichtigkeit der Musik während dieser Zeiten: "Je schrecklicher die Zeiten, desto dringender wird offenbar Musik benötigt." 

In dieser Hinsicht dienten Konzerte zwei Zwecke in diesem Zeitraum. Zuerst förderten sie die Musik, die eine Rückkehr zu älteren deutschen Idealen vorstellte und die beste von Deutschland erläuterte. Zusätzlich trug sie eine starke politische Botschaft von deutschem Nationalismus, die das deutsche Publikum vereinigen sollte. Alle Leute im dritten Reich waren beeinflusst, als der musikalische Ausdruck unter den Herrschaft von der RMK stand. Etwas von Interesse ist dass, obwohl die RMK diese Konzerte und Musiker förderte, benutzte sie die Macht vor allem sie zu regeln. Dieses ärgerte viele Leute, weil sie nach der kreativeren Kunstform sehnten. Auch für die deutschen Musikfreunde, die Mitglieder von der RMK waren, waren diese Beschränkungen unerträglich. Wegen dieser Unzufriedenheit traten im Zeitablauf etliche Leiter der Kammer zurück. Vielleicht glaubten sie auch daran, dass die Musik, und ebenfalls die Volksmeinung, frei bleiben sollten.


Wagners "Ritt der Walküre," aufgeführt von der Berliner Philharmoniker



Schönbergs "Fünf Orchesterstücke"


 * Für mehrere Information über entartete Kunst gibt es hier einen Dokumentarfilm.



Quellen:

Besatzungsmacht Musik. Zur Musik und Emotionsgeschichte im Zeitalter der Weltkriege (1914–1949)  - bearbeitet von Sarah Zalfen und Sven Oliver Müller (2012)

4 Kommentare:

  1. Sehr interessant! Wenn man in der Berlin Philharmoniker bin, muss man nicht in Militär dienen. Das wusste ich nicht...sehr toll!
    Jetzt ist es so schrecklich, dass in der Nazizeit könnte man nicht jüdischen Musik spielen. Aida - du und ich spielen Klarinette zusammen…aber in der Nazizeit könnten wir kein Mendelssohn oder Mahler spielen!! Unglaublich! (Und schade!)
    Gibt es heutzutage Musik dass "Undeutsch" ist? Und heute können wir die Musik für den Widerstand benutzen?

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  2. Was denkst du an die Komponisten und Dirigenten, die haben in Deutschland/Österreich geblieben? Waren sie verantwortlich dafür, einen Widerstand zu machen?

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  3. Interessant! Ich weiss, dass Musik wichtig für die Politik ist aber du hast gut Beispiele für der Zweiten Weltkrieg.Ich kann mir nicht vorstellen das den Konzerten von Stadt kontrolliert.

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  4. Dein Titel ist perfekt. Wortspielen sind Musik zu meinen Ohren.

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