Sonntag, 12. April 2015

"Jedes Märchen braucht einen klassischen Bösewicht"

In den Medien können wir oft leicht zwischen Gut und Böse unterscheiden. Ohne eins gäbe es zwar nicht den anderen. Ein Paar wie ein Held und ein Erzfeind hat aber oft mehr Komplexität. Sie haben vielleicht eine Geschichte mit einandern - sie begegneten mehrmals früher. Bärlachs Fehde mit Gastmann erinnert mich an die Beziehung zwischen einem anderen Detektiv-und-Verbrecher Paar, Sherlock Holmes und seinem Erzfeind Moriarty. 


Jim Moriarty ist nicht wie ein typischer Kriminelle, der leicht von der Polizei gefangen und zur Rechenschaft gezogen wird. Er arbeitet eigentlich als der Vorgesetzte, der alle die Kriminalität organisiert, aber er macht selbst die niedere Arbeit nicht. Dieser Grausame und Sadistische hat kein bestimmtes Motiv, was ihn unberechenbarer und gefährlicher macht.

Der Einzige, der ihn besiegen kann, ist Detektiv Sherlock Holmes. Sherlock ist aber auch kein typischer Held. Er wird nicht nur durch ein gutes Gewissen geführt. Ein Verbrechen ist ihm ein spannendes Spiel, und Moriarty ist der fesselndste Verbrecher. (Er liebt die Spieler, und Moriarty liebt das Spiel.) Der Held und der Erzfeind haben eigentlich viele ähnliche Eigenschaften - schlau, zuversichtlich, gelangweilt. Das Paar passt deswegen zusammen, und ihre Beziehung bringt mehr Drama zu irgendeiner Geschichte, was besonders wichtig für die Krimis ist, in denen die übliche Handlung schnell langweilig werden könnte. Der Erzfeind gibt einen bestimmten Zweck dem Held.

1 Kommentar:

  1. "Der Erzfeind gibt einen bestimmten Zweck dem Held."

    Das stimmt! Aber ohne Erzfeind was ist der Held für eine Figur? Ist er uns noch wichtig, wenn er gegen keinen Erzfeind kämpft? Es scheint mir, dass ein Erzfeind entwickelt den Charakter des Heldes, aber soll ein Held auch ein bisschen Tiefe haben, wenn es keinen Erzfeind gibt?

    AntwortenLöschen